Das Pützchen
Der Brunnen von Pützchen

Das Pützchen: Namensgeber, jahrhundertealtes Zentrum der Volksfrömmigkeit, bekannt gut gegen Augenleiden und Ausgangspunkt von Pützchens Markt



Die Leute spülen sich seit jeher die Augen mit diesem Quellwasser, weil es gegen Augenleiden helfen soll. Auch hier gilt nicht nur, dass der Glaube Berge versetzt. Denn erst kürzlich wurde bei Untersuchungen des Wassers bestätigt, dass es aufgrund seiner Beschaffenheit eine heilsame Wirkung haben könne.
Jedenfalls wird seit damals in unserer Gegend Adelheid als Heilige verehrt, was der Vatikan knapp tausend Jahre später absegnete. Der lokale Schwerpunkt der Verehrung Adelheids verlagerte sich nach Pützchen, nachdem sich ihr Schrein in Vilich als leer erwiesen hatte. Der Inhalt war wohl im Zuge der Religionskriege geraubt worden. Daraufhin entwickelte sich am bekannten Ort „Pützchens Markt“ und es kann gar nicht schaden, bei all dem Jahrmarkts-Trubel den Ursprung nicht ganz zu vergessen.
Schließlich bietet der Brunnen ein schönes Beispiel, dass zum Patriarchat (bzw. hier ganz modern: Matriarchat!) auch die tätige Fürsorge für die ihm Unterworfenen gehört. In der heutigen Zeit, nach gemachten Erfahrungen und insbesondere angesichts des neo-liberalen Getöses können wir aber keine Abhängigkeit vom good-will des Patrons akzeptieren, sondern bauen auf einklagbare Rechte und Pflichten. Vor deren Hintergrund kann man dann um so besser einen vernünftigen Umgang miteinander pflegen.
Peter Dach










