Beueler Impressionen
Lieber Leser,
liebe Leserin,

für die Freunde des Beueler Stadteils bietet www.spd-beuel.de seit August 2005 einen neuen Service. Aus dem Augenwinkel und der Feder von Peter Dach zeigen und beschreiben wir von nun an mal die Schönheiten unseres Stadteils und weisen ein anderes Mal auf kommunalpolitische Mißstände hin, die der Lösung harren.
Jetzt liegt auch die gedruckte Form vor, die sie auch auf dieser Seite finden.


Bisher erschienen:

Die Galerie
Die Schwarzrheindorfer Doppelkirche
Der Beginn der Industrialisierung in Beuel
Das Combahnviertel
Das Mehlem’sche Haus
Die Burg Lede
Das Stroof'sche Haus
Der Konrad-Adenauer-Platz
Die Wolfsburg
Die Kennedy-Brücke
Die Friedrich-Breuer-Straße
Das Pützchen

Viel Spaß beim Lesen
und Betrachten der Bilder
wünscht

die Beueler SPD


Beuel
Beueler Impressionen

Die Galerie

Auf dieser Seite präsentieren wir Ihnen die gedruckte Version der Beueler Impressionen.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht
die Beueler SPD
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Beueler Impressionen

Die Schwarzrheindorfer Doppelkirche

Die Schwarzrheindorfer Doppelkirche ist ein architektonisches und kunstgeschichtliches Kleinod von herausragender Bedeutung. Das fängt bereits bei der Wahl des Standortes an: Auf hochwasserfreier Anhöhe über einer historischen Stromquerung markiert es genau die Grenze vom Mittelgebirge zum Niederrhein. Schon die Römer ließen regelmäßig ihre Soldaten hier aus dem gegenüber liegenden Lager über den Rhein setzen, damit diese in der Siegaue das Schanzen übten. Unzählige solcher Übungsforts lassen sich auf Luftaufnahmen nachweisen.


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Beueler Impressionen

Der Beginn der Industrialisierung Beuels

Dem heutigen Bewohner und Besucher von Niederholtorf wird dieser Ort sicher als Musterbeispiel für das naturnahe „Wohnen im Grünen“ vorkommen. Dabei hatte gerade Niederholtorf in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter den typischen Auswirkungen der frühen Industrialisierung in einem Ausmaß zu leiden, wie man es sich heute kaum mehr vorstellen kann. Zugleich nahm dort die industrielle Prägung des rechtsrheinischen Bonner Umlandes seinen Anfang, dem anschließend die Linksrheinischen gerne nachgeholfen haben, indem sie störendes Gewerbe zur Rheinquerung animierten, damit Bonn für reiche Rentner („Coupon-Schneider“) attraktiv bliebe. Wie ist es dazu gekommen?
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Beueler Impressionen

Das Combahnviertel

Das Combahnviertel bildet ein langgezogenes Dreieck, das vom Rhein, der St. Augustiner Straße und dem Bröltalbahnweg begrenzt wird. Es leitet seinen Namen nicht etwa von der Combahnstraße her. Vielmehr gehen beide Bezeichnungen auf die Siedlung Combahn zurück, eine Ortschaft von wenigen Häusern um zwei Siedlungskerne, die aber mit zu den Vorläufern oder Keimzellen des heutigen Beuel zählt. Der Name steht für einen Weg durch eine feuchte Senke. Der Flurnahme (In der) Gumme oder Kumme findet sich an weiteren Stellen mit Bezug zu alten Rheinarmen und zum Beispiel im Kottenforst werden viele Wege als „Bahn“ bezeichnet. „Combahnstraße“ ist insofern doppelt gemoppelt.

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Beueler Impressionen

Das Mehlem’sche Haus

Das Mehlem’sche Haus wurde im Jahre 1785 von Johannes Paul Mehlem im damaligen Dorfe Combahn errichtet. Es ist damit eines der ganz wenigen Wohngebäude im heutigen Beuel, das ein derartiges Alter aufweisen kann. Denn im Februar 1784 hatte ein verheerendes Hochwasser fast alle Wohngebäude auf der rechtsrheinischen Niederterrasse fortgerissen. Auf diese Überschwemmung weist auch eine Hochwassermarke im Kreuzgang des Bonner Münsters hin - direkt rechts hinter der westlichen Tür zum Kreuzgang in einer Treppenplatte.
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Die Burg Lede

Die Burg Lede hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Denn was uns dort so echt mittelalterlich anmutet, stammt in Wahrheit aus dem vorigen Jahrhundert. Im Jahre 1904 kaufte der Hüttenwerksdirektor Weinlig die ruinöse Anlage, die er in die heutige Gestalt brachte. Erst seither trägt die Burg den uns geläufigen Name, der auf die feuchte Senke hindeuten soll. Zuvor hatte die Burg im Laufe der Zeit immer wieder mit den jeweiligen Eigentümern auch ihren Namen gewechselt. Sie war in diversen kriegerischen Auseinandersetzungen arg mitgenommen und schließlich unbewohnbar geworden.
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Beueler Impressionen

Das Stroof'sche Haus

Dieses kleine Häuschen war von 1809 bis 1896 quasi das Beueler Rathaus. Und das kam so:

Das Gebiet des heutigen Stadtbezirks Beuel gehörte bis 1806 zu zwei verschiedenen Staaten. Nur die Gebiete der Stifte Schwarz-Rheindorf mit Gensem sowie Vilich mit Vilich-Rheindorf, Vilich-Müldorf, Geislar und Combahn gehörten zu Kur-Köln, während das gesamte umgebende Gebiet zum Herzogtum Berg gehörte.
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Beueler Impressionen

Der Konrad-Adenauer-Platz

Der Konrad-Adenauer-Platz ist nach jahrzehntelanger Diskussion endlich umgebaut und präsentiert sich in neuem Gewand. Die Gestaltung der Haltestellen ist zwar nicht ganz so filigran, wie versprochen. Aber wenn man auf Fotos die alten Haltestellen sieht, kann man die Verbesserung nicht bestreiten: Die neuen Haltestellen machen einen ordentlichen und funktionalen Eindruck. Gegenüber dem berechtigten Einwand, dass es für den Nutzer früher bequemer war ohne die Aufspaltung der Straßenbahn-Haltestellen, ist darauf hinzuweisen, dass an der alten Stelle einfach keine zumutbaren Einstiegsmöglichkeiten für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer hinzukriegen waren, erst recht nicht für die beiden unterschiedlichen Wagentypen, mit denen Bonn geschlagen ist.

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Beueler Impressionen

Die Wolfsburg

Dieses altertümliche Gemäuer ist die Wolfsburg in Vilich-Rheindorf. Wegen der entsprechenden Bezeichnung einer Straße und einer Haltestelle ist der Name heute sehr geläufig, dabei hat er im Laufe der Zeit mit den Besitzern häufiger gewechselt: Als Stammsitz der Familie Wolff von Rheindorf wurde sie im 13. Jahrhundert gegründet. Seit 1477 gehörte sie der Familie von Gymnich. Von dieser Zeit als Gymnicher Hof zeugt noch der Drachen in der Wetterfahne. Als der Hof zu Beginn des 19. Jahrhunderts an die Familie Haas verpachtet wurde, bürgerte sich der Name „Hasenburg“ ein.


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Die Zukunft der Kennedy-Brücke

Eine Beueler Herzensangelegenheit

Die Kennedy-Brücke ist für Beuel von ungleich größerer Bedeutung als für die links-rheinischen Stadtteile. Denn viel mehr Beueler wollen oder müssen nach Bonn als umgekehrt. Exemplarisch zeigte sich das in der Beteiligung der Bürger, als die Verwaltung ihre Pläne zur Gestaltung des Straßenzuges Bertha-von-Suttner-Platz / Kennedy-Brücke / Konrad-Adenauer-Platz vorstellte: Zu der Veranstaltung auf Bonner Seite kamen weniger als zehn Interessierte, während es in Beuel weit über 100 waren. Dies belegt eindeutig die unterschiedliche Interessenverteilung und vielleicht auch das emotionale Engagement.


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Die Friedrich-Breuer-Straße

Unglückliches Ende einer fast unendlichen Geschichte?

Im Jahre 1993 wurde die Friedrich-Breuer-Straße mit Pflastersteinen sehr ansprechend gestaltet. Aber kaum dass die Arbeiten richtig abgeschlossen waren, zeigten sich schon erste Schäden: einzelne Steine lockerten sich und mussten – provisorisch, wie man glaubte – durch Asphalt-Flicken ersetzt werden. Sofort begann ein Streit um die Ursachen und die Frage, wer schuld daran ist, der natürlich alsbald vor Gericht ausgetragen wurde. Dieser Streit dauert bis zum heutigen Tage an, ohne dass es zu einer Klärung gekommen wäre. Der Streit und der Prozess sind eine eigene Geschichte von „Pleiten, Pech und Pannen“. So erwiesen sich unter anderem die Messgeräte eines Gutachters als defekt, was alle seine Messergebnisse verfälscht hatte.

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Das Pützchen

Der Brunnen von Pützchen

Um die vorige Jahrtausendwende herrschte hierzulande eine verheerende Dürre, so dass den Bauern sogar ihr Vieh verdurstete. Angesichts dieses Jammers stieß Adelheid, die Äbtissin des kurz zuvor gegründeten Stiftes Vilich, ihren Äbtissinnenstab in die Erde und brachte damit eine Quelle zum Sprudeln, die bis zum heutigen Tage nicht versiegt ist. Diese Geschichte ist insofern nicht ganz unwahrscheinlich als hier wasserführende Schichten vom Ennert herab dicht unter der Oberfläche laufen.

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