Die Friedrich-Breuer-Straße
Unglückliches Ende einer fast unendlichen Geschichte?



Im Grunde ging es darum, ob die Baufirma beim Ausbau der Straße gepfuscht hatte, oder ob die Vorgaben der Stadt zum Schadensbild beigetragen hatten. Im Laufe dieses Streites lockerten sich immer mehr Steine und sie wurden durch Teer ersetzt, was zu dem heutigen furchtbaren Bild geführt hat. Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Beuel bemühte sich derweil nach Kräften, die Dinge voran zu treiben, sprich: zu einem vernünftigen Ende mit akzeptablem Straßenbild zu kommen und musste sich dabei auch noch mit der Stadtverwaltung wegen deren unverschämten Antworten auf ihre Großen Anfragen streiten.
Das Ende vom Lied ist nunmehr absehbar und für alle unerfreulich: Die Schuldfrage scheint unaufklärbar, der Steuerzahler bleibt zumindest auf einem großen Teil der Kosten sitzen und die frühere hübsche Gestaltung wird aufgegeben „zugunsten“ einer langweiligen Asphaltdecke, angeblich weil dies die Richtlinien nunmehr fordern. Die anliegenden Geschäftsleute sagen verständlicherweise: Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, also besser eine saubere Asphalt-Lösung, als weiterhin dieser Flickerl-Teppich.
Wir sollten aber versuchen, die Pflasterung zumindest in den Bereichen, in denen sie funktioniert hat, zu erhalten, wie etwa am Doktor-Weis-Platz. Die Probleme liegen vor allem zwischen den Straßenbahnschienen. Alles kommt jetzt auf die Detail-Vorschläge der Verwaltung an, auf die wir ein wachsames Auge darauf haben werden. Und noch etwas: Kann man sich vorstellen, dass man dem Bonner Zentrum einen solchen Zustand so lange zugemutet hätte?!
Peter Dach









