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20. Mai 2017

Seilbahn zum Venusberg führt zu Verkehrsentlastung auch in Beuel

Die Beueler SPD fordert schon lange einen rechtsrheinischen Haltepunkt
Die Beueler SPD sieht sich durch das Ergebnis der Machbarkeitsstudie in Ihrer Zustimmung zu einer Seilbahn von Beuel zum Venusberg bestätigt. Schon seit langem setzen wir uns für die Realisierung dieses Projektes ein. Die Experten bestätigen jetzt, dass die Seilbahn technisch machbar ist und zu einer Verkehrsentlastung führt. Sie schlagen für eine Realisierung die so genannte Nordtrasse vor: Sie würde vom Venusberg über den Hindenburgplatz zum neuen DB-Haltepunkt UN Campus verlaufen und – als Option - mit einer Zwischenstation in der Rheinaue über den Rhein zum künftigen S-Bahn-Haltepunkt Beuel-Ramersdorf (Schießbergweg) führen. Die Beueler SPD befürwortet diese Option und wird sich auch dafür einsetzen das sie umgesetzt wird. Nur mit einem Seilbahn-Haltepunkt an der künftigen S-Bahn-Haltestelle Ramersdorf gibt es eine spürbare Verkehrsentlastung für Beuel. Technisch wäre sogar eine Verlängerung bis zum Ennert möglich.

Der Straßenverkehr in Bonn, ob auf den Venusberg hinauf, über eine der drei Rheinbrücken oder entlang der B9 sprengt heute schon alle Grenzen und er wird in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen. Wenn die Seilbahn optimal in das bestehende ÖPNV-Netz eingebunden wird, kann die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet merklich reduziert werden. Dies ist auch Voraussetzung für die Maximalförderung des Landes in Höhe von 90 Prozent der Kosten. Es muss daher auch genau geprüft werden, wie beispielsweise die Mitnahme von Fahrrädern und Rollstühlen gesichert werden kann.

In weiteren Analysen werden jetzt Aspekte wie Lärm- und Abgasreduzierung untersucht. Grundsätzlich weist die Analyse der Umweltaspekte auf keine unüberwindbaren Hindernisse hin. Zwei Verbindungsoptionen – eine nördliche und eine südliche – sind genauer untersucht worden. Da die Nordtrasse die verkehrlich bessere wäre, hat das Experten-Team diese Variante durchgeprüft und mit Kosten hinterlegt.

Für diese Nordtrasse ergibt sich ein Fahrgastpotential zum Venusberg von ungefähr 7000 Fahrgästen pro Tag. Dieses könnte durch weitere Maßnahmen - wie betriebliches Mobilitätsmanagement des Universitätsklinikums sowie eine öffentliche Parkraumbewirtschaftung - auf circa 9400 Fahrgäste täglich gesteigert werden. Dadurch könnte die Zufahrt zur Uniklinik wirksam entlastet und die Erreichbarkeit des Universitätsklinikums für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter verbessert werden.

Die Gutachter befürworten eine so genannte 1-S-Bahn. (Für bis zu 12.000 Fahrgäste pro Tag) Diese bietet zehn Personen Platz. Alle 30 Sekunden könnte eine Kabine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 22 Stundenkilometern fahren.

Die Fahrzeit wird bei einer Gesamt-Trassenlänge von 4,30 Kilometern (Venusberg – Beuel) circa 12 bis 15 Minuten betragen. Die vergleichbare Autostrecke von Beuel auf den Venusberg ist mit einer Fahrzeit, außerhalb von Stauzeiten, von circa 20 min. anzusetzen.

In den Diskussionen in den nächsten Wochen und Monaten ist es für uns wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die sich beteiligen möchten, gehört werden. Der für den 22. Juni von der Verwaltung geplante Bürgerdialog ist ein guter nächster Schritt, darf aber natürlich nicht der Letzte sein. Die Verwaltung muss in den Debatten, die zum Teil schon begonnen haben, Transparenz zeigen und alle Vor- und Nachteile offenlegen. Wir sind sicher, dass dann die überwiegende Zahl der Bonnerinnen und Bonner den Bau der Seilbahn vom Venusberg nach Beuel unterstützt.

Die Studie ist im Internet abrufbar: https://www.bonn-macht-mit.de/sites/default/files/unit/files/Machbarkeitsstudie.pdf