Volles Haus bei der Verkehrsdiskussion der Beueler SPD im Pantheon

Die Beueler SPD rief, und fast 200 kamen: Volles Haus bei der Podiumsdiskussion im Pantheon, zu der der SPD-Ortsverein Beuel eingeladen hatte. Im Grundsatz waren sich bei der von Wolfgang Zimmer (auf dem Foto links) moderierten Veranstaltung alle Teilnehmer und die Besucher einig: Wir brauchen dringend Alternativen zum Autoverkehr, um den drohenden Verkehrsinfarkt in Bonn noch verhindern zu können.

Der Journalist Wolfgang Zimmer (links) diskutierte mit Verkehrsdezernent Helmut Wiesner, der ADFC-Vorsitzenden Annette Quaedvlieg, SPD-MdB Sebastian Hartmann, SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers und dem IHK-Verkehrsexperten Stephan Wimmers (von links).

Es gibt kein Erkenntnisdefizit, es gibt ein Umsetzungsdefizit“, brachte es die ADFC-Vorsitzende Annette Quaedvlieg bei der Podiumsdiskussion auf den Punkt. Sie bezog sich dabei nicht nur auf die mangelhafte Förderung des Radverkehrs in Bonn.

Fast 200 interessierte Bonner verfolgten die spannende Diskussion auf der Bühne im Pantheon.

Auch war allen bei der bis auf den letzten Platz belegten Veranstaltung klar, dass es in den letzten drei Jahrzehnten beim Ausbau des Schienenverkehrs einen absoluten Planungsstillstand in der Region gegeben habe. Diesen Planungsstillstand aufzuholen, ist jetzt gar nicht so leicht. Aber der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Rhein-Sieg-Kreis, Sebastian Hartmann, machte Hoffnung: Wir haben erreicht, dass im neuen Bundesverkehrswegeplan erstmals große Summen für den ÖPNV-Ausbau umgeschichtet werden. „Das ist auch eine große Chance für die Region Bonn“, war seine Einschätzung. „Hiermit können wir zum Beispiel den Ausbau des Schienenverkehrs zwischen Bonn und Köln anpacken“. Auch müsse man endlich die geplante Stadtbahn Beuel-Niederkasssel-Köln in Angriff nehmen, war man sich weitgehend einig in der Runde.

Wie sehr Bonn bisher auf den Autoverkehr gesetzt hat, machte der Bonner Verkehrsdezernent Wiesner am Beispiel des Bonner Stadthauses klar: Nur wer mit dem Auto in das Stadthaus kommt, findet den Eingang.“