SPD lädt ein zur Diskussion über das Thema Wohnungsnot

In Bonn herrscht Wohnungsnot, seit Jahren schon. Gleichzeitig sieht man in Bonn aber auch viele Baukräne, z.B. im ehemaligen Regierungsviertel oder bei der Schließung von vielen Baulücken. Es tut sich also durchaus etwas, nur leider vorwiegend im Büromarkt oder bei eher hochpreisigem Wohnungen. Luxuswohnungen werden immer wieder angeboten. Was in Bonn schief läuft - darüber diskutieren wir am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr mit Experten im Pantheon

Dass man für Neubauwohnungen in Bonn mittlerweile zwischen 15 und 18 € pro Quadratmeter Kaltmiete zahlen muss ist durchaus keine Seltenheit. Nur: wer kann sich das noch leisten? Welche vierköpfige Familie kann für eine 100-Quadratmeter-Wohnung bis zu 1800 € Kaltmiete bezahlen?
Wohnungsnot herrscht also im Wesentlichen für Normalverdiener, die langsam aber sicher aus der Stadt herausgedrängt werden und sich im weiteren Umland nach bezahlbarem Wohnraum umschauen müssen. Folge: Längere Pendlerwege zum Arbeitsplatz, noch mehr Verkehrstaus.
Wie konnte es zu diesen Zuständen überhaupt kommen? Über Jahrzehnte hat die Stadt allein auf private Investoren beim Wohnungsbau gesetzt, die natürlich maximale Mieten fordern. Kommunalen Wohnungsbau gab es praktisch nicht. Und preisgedämpften geförderten Wohnungsbau wollten private Investoren nicht. Erst im letzten Jahr konnte durchgesetzt werden, dass bei Neubauvor-haben wenigstens ein Anteil von 40 % gefördertem Wohnungsbau vorgeschrieben wird.
Es wird also Zeit, dass sich was ändert in der kommunalen Bau- und Wohnungspolitik. Dass nicht alle Flächen immer sofort an Investoren verkauft werden und die Stadt mehr selbst baut oder genossenschaftliches Bauen unterstützt. Das die Stadt viel aktiver in der Baulandmobilisierung wird. Dass Planungsprozesse nicht mehr so lange dauern usw. usw. Das sind die Ziele, die sich die SPD in unserer Stadt gesetzt hat.
Über dies alles muss diskutiert werden, damit endlich gehandelt wird. Die SPD lädt dazu ein, und zwar am Sonntag, 23. Juni 2019, ab 11 Uhr in das Pantheon-Theater in Bonn-Beuel, Siegburger Straße. Die Moderation übernimmt der Journalist Wolfgang Zimmer