Busse und Bahnen: SPD lehnt Preiserhöhungen ab

Die Bonner SPD-Fraktion lehnt die geplante Preiserhöhung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg für Busse und Bahnen ab. Ihre Vertreterin in der Verbandsversammlung, Gabi Mayer, wurde von der Fraktion aufgefordert, gegen die neuen Entgelte zu stimmen. „Der öffentliche Personennahverkehr in Bonn und der Region gehört bereits zu den teuersten in der Bundesrepublik, wie eine aktuelle ADAC-Studie zeigt“, sagte die Fraktionsvorsitzende Angelika Esch.

„Auf lange Sicht möchten wir den ticketlosen, steuerfinanzierten ÖPNV. Kurzfristig gilt es die regelmäßigen und fast schon automatischen Erhöhungen zu beenden. Daher haben wir uns am Montag klar positioniert und Gabi Mayer einen entsprechenden Auftrag mitgegeben. Weitere Preisanstiege machen den ÖPNV nur noch unattraktiver, also genau das Gegenteil von dem, was wir wollen. Wir werden so niemanden zum Umstieg vom Auto in Bus und Bahn motivieren können.“

Gabi Mayer, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, dazu: „Wir setzen damit ein klares Zeichen für die Verkehrswende und für Bus und Bahn. Es ist die Aufgabe der Politikerinnen und Politiker ein Stoppzeichen zu setzen. Statt die Preise immer weiter zu erhöhen, müssen Bus und Bahn viel eher preiswerter werden. Dafür fordern wir ein stärkeres Engagement von Bund und Land. Die Kommunen alleine können das nicht schaffen.“