SPD: Jetzt reicht’s! Busse und Bahnen unzuverlässig wie nie

Immer häufiger fallen Busse und Bahnen im Bonner Stadtverkehr aus. Die Zufriedenheit der Fahrgäste schwindet zusehends. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn fordert daher schnelles Handeln von Verwaltung und Stadtwerken. In einem Dringlichkeitsantrag im Stadtrat unterbreiten die Sozialdemokraten Vorschläge, die kurzfristig umsetzbar sind und die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit der Busse und Bahnen steigern.

Busse und Bahnen in Bonn sind immer häufiger verspätet oder fallen aus. Die SPD setzt sich dafür ein, mehr Busfahrer und -fahrerinnen anzuwerben. Bild: Wolfgang Zimmer

„Der entscheidende Faktor ist ohne Zweifel das Personal“, erläutert die stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Gabi Mayer. „Busse und Bahnen fallen immer öfter aus. Das heißt, es fehlen Fahrerinnen und Fahrer. Wir schlagen daher vor, bei der Personalanwerbung verstärkt finanzielle Anreize zu nutzen, etwa durch ein Prämiensystem. Auch die Unterstützung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Wohnungssuche sollte erwogen werden. Und wenn alles nichts mehr hilft, muss auch die vorübergehende Beauftragung eines externen Busunternehmens eine Option sein.“

Die Fraktionsvorsitzende Angelika Esch ergänzt: „Wichtig ist, dass es schnellstens spürbare Verbesserungen für die Nutzerinnen und Nutzer von Bus und Bahn gibt. Immerhin befinden wir uns mitten in der Lead City Bonn-Zeit. Bis Ende 2020 sollten Bus und Bahn sich wieder zu einer echten Alternative zum Auto entwickeln. Im Moment geht es in die entgegengesetzte Richtung. Dies muss zur Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer geändert werden. Zudem ist die Arbeit für die Fahrerinnen und Fahrer angenehmer, wenn sie zufriedene Fahrgäste durch unsere Stadt fahren.“